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IKT

Für die meisten KMU klingt IKT wie eine weitere Abkürzung ohne wirkliche Bedeutung, aber wenn man Ihnen erklärt, dass IKT für Informations- und Kommunikationstechnologie steht, reicht die Reaktion von „Was ist das?“ bis hin zu „Wir haben damit nichts zu tun“. Es stimmt größtenteils, dass KMU, die Telekommunikationsprodukte selten selber herstellen, oder gar keine Betriebssysteme herstellen. Aber wenn wir diejenigen betrachten, die sich mit dem Internet oder dem E-Business befassen, finden wir doch mehrere Benutzer. Eine große Anzahl der KMU benutzt eine Telefonzentrale, und alle von ihnen benutzen Telekommunikationsprodukte und Dienste wie Telefon oder Handy. In der modernen Gesellschaft fallen all diese Mittel unter IKT. Ein kurzer Rückblick in die Geschichte der Telekommunikation zeigt, dass Handys zuerst in Amerika entwickelt wurden um die Nachfrage der Handwerksunternehmen zu decken.

Wenn man ein sachkundiger Benutzer ist, ermöglicht IKT, eine bessere Markttransparenz und einen höheren Dienstleistungsgrad bei geringeren Kosten. Um dies zu erreichen, sind Normen notwendig: Vertrauen und Sicherheit; Interoperativität, festgelegte Vorgänge, um das Internet für den elektronischen Handel zu nutzen, usw. Sie müssen strenge Regeln beachten, um die Arbeit sicher und einfach zu gestalten. Die Normung ist nicht nur für die Hersteller relevant, sondern genauso für die Anwender. KMU sind sehr wichtige Anwender, und die Marktumfragen, wie sie von NORMAPME, der Europäischen Kommission und dem deutschen Wirtschaftsministerium gemacht werden, stellen die wachsende Bedeutung dieser Branche dar. Die Internetnutzung von KMU liegt in vielen Ländern bei weit über 50% und steigt vermutlich wie in den nördlichen Ländern auf 95% an. Gemäß der letzten E-Business-Umfrage wird die Beschaffung via Internet von etwa 20% der europäischen Unternehmen genutzt. Das Internet ist also nicht mehr nur eine Luftblase, sondern beginnt jetzt wieder zu wachsen. Initiativen wie das e-Europa Programm zeigen Interesse an schnellem Wachstum. (Siehe Webseite der Kommission: http://europa.eu.int/comm/enterprise/ict/index.htm)

Die Anwesenheit NORMAPMEs in den beratenden Gremien der Europäischen Kommission, in IKTSB, in der CEN und ETSI, ermöglicht eine komplette Abdeckung der IKT Angelegenheiten, soweit KMU als Benutzer betroffen sind. Unsere Tätigkeiten können in 2 Hauptgebiete aufgeteilt werden:

  • eBusiness und andere Aktivitäten
  • Telekommunikation

OBEN

eBusiness und andere eAktivitäten

eBusiness-Lösungen sind alle Computergestützten Anwendungen in einem Arbeitsablauf, die zusammenarbeiten, um den Betrieb eines kleines Unternehmens mit geschickter Nutzung des Computers zu optimieren. Es ist der einfachste Weg, um die Produktivität zu steigern, und die beste Möglichkeit, die Lissabon Agenda in KMU zu verwirklichen. Dies wird auf kurz oder lang alle 23 Millionen KMU betreffen. Große Bereiche wie die Regierung, Beschaffung, Finanzierung und Bankwesen, und Gesundheitswesen werden in den nächsten 2-4 Jahren von eBusiness – Lösungen beherrscht werden, wie elektronische Zahlungsmethoden es bereits heute tun.

Gute Normen ermöglichen es den KMU, dieses neue Geschäftsmedium mit Vertrauen zu benutzen. Es ist also in jenen Ländern, welche durch die Gesetze und angewandten Normen eine sichere und Verbraucherfreundliche Umwelt geschaffen haben, wo die höchste Aufnahme von IKT und e-Business in KMU vorgesehen ist. In den vergangenen Jahren haben die KMU jedoch nicht sehr aktiv an der Normung in diesem Bereich teilgenommen. Folglich wurden die meisten der europäischen Normen von großen Unternehmen und Regierungen gemacht. Soweit hat nur NORMAPME aktiv versucht, zu versichern, dass die KMU Dimension auch bei der Normung berücksichtigt wird. Da sich zur Zeit die meisten Normen in einem fortgeschrittenen Stadium der Entwicklung befinden, wird NORMAPME einen zunehmenden Anteil an Zeit und Ressourcen aufbringen müssen, um diesem Gebiet in den kommenden Jahren zu folgen.

E-FAKTURIERUNG ARBEITSGRUPPE

Diese Gruppe fördert die Meinungen der wichtigsten Akteure in der Industrie, um der Kommission Beratung über Harmonisierung von nationalen e-Fakturierungsmodellen zur Verfügung zu stellen. NORMAPME, vertreten durch Sebastiano Toffaletti, ist der Arbeit dieser Arbeitsgruppe gefolgt, und hat sichergestellt, dass allgemeine Anforderungen über die zukünftige e-Fakturierungsnorm die Bedürfnisse von KMU berücksichtigt werden, wie z.B. Kosteneffizienz.

IKT ARBEITSGRUPPE

Die IKT Arbeitsgruppe berät die Europäische Kommission über die wichtigsten Politikthemen bezüglich IKT und gibt Ratschläge inwiefern das Wachstum der Produktion und der Gebrauch von IKT in Europa angeregt werden kann. Herr Müller, Präsident von NORMAPME, war eines der 23 ausgezeichneten Mitglieder der Industrieakteure. Außerdem nahm NORMAPME an 5 der 6 Arbeitsgruppen teil, welche die vorbereitende Arbeit bewältigten. Als Ergebnis wurden bedeutende Teile von allen individuellen WG Berichten und der endgültigen Zusammenfassung, welche an das Parlament gesandt wurden, den KMU gewidmet. Die prioritäre Empfehlung war, die Aufnahme von IKT von KMU zu verbessern. Außerdem standen 3 von den wichtigsten 6 Empfehlungen direkt in Verbindung mit Normung.

PIN-KMU

Im Jahr 2007 gründeten UEAPME und NORMAPME ein neues “Pan-Europäisches IKT & Business Netzwerk für KMU”, namens PIN-KMU, welches beabsichtigt, eine schrittweise Veränderung beim Gebrauch von e-Business im täglichen Betriebsgeschehen der KMU zu veranlassen.

Das Pan-Europäische Netzwerk entschied, zwei Kategorien von KMU zu unterstützen:

  • IT-KMU, die KMU der Schnittstelle, welche den KMU-Verbrauchermarkt beliefern,
  • Verbraucher-KMU, welche die Betriebs-KMU sind, und bessere e-Business Lösungen für ihr tägliches Geschäftsleben brauchen

PIN-KMU hat auch aktiv die Arbeit der IKT Arbeitsgruppe unterstützt.

Neben der oben genannten Arbeit gibt es einige andere Gebiete, die immer wichtiger für die KMU werden. Eine solche Schlüsselfrage ist die Interoperabilität zwischen den Systemen. Der so genannte Skalierbarkeitsfaktor, welcher es den KMU-Computersystemen einen offenen Dialog mit großen Systemen ermöglicht, ist entscheidend, um viele Probleme zu lösen. Deshalb ist die Anwesenheit der KMU Vertreter und klarere Sichtverhältnisse in diesem Bereich notwendig.

Da zusätzlich große Unternehmen in den Automobil, IKT und Supermarktketten zur voll-elektronischen Arbeitsweise übergehen, sind ihre Subunternehmer dazu gezwungen das gleiche zu tun. Dies bedeutet größere Nutzung von RFID, als Weg volle Nachweisbarkeit entlang der Beschaffungskette zu versichern. Die KMU waren bei der Entwicklungsarbeit von RFID nicht dabei, aber jetzt haben einige NORMAPME Mitglieder ein steigendes Interesse an der Arbeit in diesem Bereich gezeigt. Also soll NORMAPME auch diesen Bereich näher verfolgen.

OBEN

Telekommunikation

Unsere hauptsächlichen Tätigkeiten im Fachbereich Telekommunikation befinden sich in ETSI. Wir sind bei ETSI in verschiedenen Gremien vertreten: die Generalversammlung, der Verwaltungsrat und die Benutzergruppe, sowie in anderen strategischen und technischen Gremien: IMPACT (Förder-Arbeitsgruppe) und HF (menschlicher Faktor).

Im Gremium und in der Generalversammlung schafften wir es, den ETSI Businessplan und die Strategie zu beeinflussen, indem wir die Belange der Benutzer und der KMU unterstützten. Der HLRG (High level revision group) Bericht wurde von ETSI Generalversammlung im April 2004 angenommen und es wurde beschlossen, eine Anwendergruppe (HLRG IG) zu bilden. Ein Angestellter der NORMAPME wurde zum Gruppenleiter für Benutzerfragen ernannt. Alle Anregungen der Gruppe für Benutzerfragen, die die ETSI Richtlinien betreffen, wurden in der ETSI Generalversammlung im November 2005 angenommen. Die anderen werden von den relevanten Gruppen durchgeführt werden müssen.

NORMAPME machte zwei Umfragen, über KMU Bedürfnisse als IT Benutzer und über den Grad der Zufriedenstellung der ETSI Benutzer Mitglieder. Mit einstimmiger Genehmigung befürwortete die ETSI Benutzergruppe sie als ETSI außerordentliche Berichte während des Treffens der Benutzergruppe im November 2005.

Der GSC10 Benutzer-Workshop fand im August 2005 statt. Der Vorsitzende der Benutzergruppe ETSI, ein Angestellter der NORMAPME, leitete den Vorsitz am runden Tisch und machte zwei Präsentationen. Die Benutzergruppe ist zu einem großen Teil an der Vorbereitung dieses Workshops beteiligt. Sie wurde gebeten sich an der Vorbereitung der GSC 11 zu beteiligen. GSC 11 fand im Mai 2006 in Chicago statt. GSC steht für Global Standards Collaboration.

Die Benutzergruppe stellte eine Verbindung zu IMPACT her, um einige Pilotseminare zu verfolgen, um die Teilnahme der Benutzer an der ETSI-Arbeit zu steigern, besonders was die KMU als Benutzer betrifft. Dieses Projekt wurde anerkannt und wird im Rahmen einer Informationsveranstaltung der ETSI Initiative stattfinden.

OBEN

 


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