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Baugewerbe

Mit 11.8 Millionen Beschäftigten in diesem Sektor ist er Europas größter industrieller Arbeitgeber, der für 7% aller Beschäftigten und für 28 % der Beschäftigten der Industrie in den 15 Mitgliedstaaten der EU steht. Schätzungsweise sind etwa 26 Millionen Arbeiter der 15 EU-Staaten in der ein' oder anderen Weise von der Baubranche abhängig.

Das Baugewerbe spielt auch für die Wirtschaft der neuen Mitgliedstaaten eine wichtige Rolle. Allein in Polen, Tschechien und Ungarn betrug der Umsatz im Jahr 2003 etwa 38 Milliarden Euro und es wird geschätzt, dass der Markt mit einer durchschnittlichen Quote von +4.2 % pro Jahr bedeutend wachsen wird.

Die Mikro-Unternehmen (1 – 9 Mitarbeiter) erzeugen durchschnittlich 33% des Umsatzes (beruhend auf vorhandenen Werten für 22 EU-Staaten, Bulgarien und Rumänien) mit vielen Schwankungen in der Baubranche in den verschiedenen Mitgliedstaaten und sind verantwortlich für den größten Anteil in Italien (58%) und den kleinsten in Litauen (6%).

Die Tätigkeit der NORMAPME bewegt sich sowohl auf strategischem- als auch auf technischem Niveau.

Auf strategischer Ebene sind wir hauptsächlich gegenüber der Europäischen Kommission tätig, vor allem im Ständigen Bauausschuss der EU-Kommission . Wir sind Mitglied des Ausschusses seit 2004. Dieser hat die Aufgabe, die europäische Politik des Bausektors festzulegen und harmonisierte Normen zu genehmigen. Er tagt zweimal im Jahr und vorher finden Vorbereitungstreffen statt. Wir verfolgen regelmäßig neue Erlasse der Mandate und sorgen für Verwirklichung der Entwürfe.

Auf technischem Gebiet sind wir hauptsächlich in den folgenden technischen Ausschüssen tätig, wo wir von unseren Fachleuten vertreten werden:

 

OBEN

Der Ständige Bauausschuss der Europäischen Kommission(SCC) – Im Rahmen des Ausschusses sind wir einige typische generelle Probleme angegangen. Dieses Komitee stellte das Gesprächsforum für den Leitfaden M in Übereinstimmung mit der Bauproduktrichtlinie zur Verfügung. Außerdem haben wir es in SCC geschafft, die Übernahme einer ETAG auf Bauanker zu vermeiden. Mögliche negative Auswirkungen von dieser ETAG, konnten momentan vermieden werden. Des Weiteren kann unsere Teilnahme zu Themen führen, die wichtig und passend genug scheinen, um daran zu arbeiten. Grundsätzlich bietet CEN einen vorteilhafteren Rahmen als EOTA für KMU der europäischen Baubranche. CEN beweist mehr Aufgeschlossenheit und die Mitglieder des Normen-Ausschusses vertreten nicht nur Versuchsobjekte.

OBEN

CEN TC 10
AUFZÜGE

Der Sektor Aufzüge ist ein Angebotsoligopol der von 4 Unternehmen beherrscht wird, von denen jedes Unternehmen 10% Marktanteil innehat. Von 10-15 mittelgroßen Unternehmen ist jedes für 1% des Marktes verantwortlich. Es gibt mehr als 3000 kleine Unternehmen. Der Sektor beschäftigt 120 000 Arbeitskräfte. Die KMU sind meist auf den Einbau, die Instandhaltung und die Versorgung mit Ersatzteilen spezialisiert, wie auch auf Aufzüge für spezielle Benutzer (Spezialanfertigungen).

Giuseppe Iotti, ernannter Experte von NORMAPME in CEN TC 10, besitzt eine Firma, die Aufzüge herstellt, und wird von EFESME unterstützt, dem kürzlich gegründeten europäischen Dachverband, welcher KMU im Bereich Aufzüge vertritt.

Die wichtigsten Normungsaktivitäten finden nun in der Arbeitsgruppe WG6 statt, die an dem Entwurf für prEN 81-76 “Aufzüge für Evakuierung und behinderte Menschen”. Obwohl sich die Diskussion über dieses Dokument noch in der frühen Phase befindet, ist Herr Iotti der Ansicht, dass dieses in naher Zukunft viel Interesse wecken wird. Außerdem arbeitet WG10 an dem Entwurf des technischen Berichtes über prTR 81-82 „Zugänglichkeit für alle bereits vorhandenen Aufzüge“. Dieses Dokument stellt einige Anforderungen, um den Bedürfnissen der behinderten Menschen im Hinblick auf Zugänglichkeit nachzukommen. Es stellt jedoch noch keine klaren technischen Lösungen zur Verfügung, welche es den Unternehmen ermöglichen würden, das vorhandene Produkt daran anzupassen, ohne den ganzen Aufzug auszutauschen.

Ein anderes wichtiges und kürzlich angesprochenes Normungsthema, mit welchem sich TC10 beschäftigt, ist PESSRAL (Programmierbare Elektroniksysteme in Sicherheitsbezogenen Anwendungen für Aufzüge) als Teil der Anlage A1 von EN 81-1/2. Das Dokument ermöglicht den multinationalen Aufzugherstellern, elektronische Geräte in ihre Produkte zu integrieren, um den Betrieb der Aufzüge zu steuern. Laut dem NORMAPME Experten, würden nur die Hersteller der Aufzüge Zugang zu diesen Geräten haben, und die KMU müssten sich nicht um Wartung oder Reparationen kümmern.

EFESME und ELCA, werden zusammen mit NORMAPME, dieses Thema auf Ebene der Europäischen Kommission ansprechen, um die Einführung von PESSRAL zu stoppen, oder um dessen Regelungen zu verändern, und den KMU zu ermöglichen, in dieser Branche tätig zu sein.

OBEN

CEN TC 33
TÜREN & FENSTER

Der Markt von Türen und Fenstern besteht aus wenigen großen Unternehmen und vielen tausend KMU und Handwerksunternehmen. Diese Situation spiegelt die allgemeine Situation im Sektor Bau wieder. 93% der Bauunternehmen sind Mikrounternehmen. Die KMU tragen zu 78% des jährlichen Umsatzes bei und stellen 80% der Arbeitskräfte. Die weltweite Nachfrage nach Türen und Fenstern belief sich 2004 auf $125 Milliarden (22% in Westeuropa, 26% in Nordamerika, 37% in Asien/Pazifik und 15% in anderen Regionen). Das Marktwachstum in Entwicklungsländern wird die Nachfrage in Industriestaaten hinter sich lassen, obwohl die Nutzung der Produkte in den meisten Entwicklungsländern nicht so intensiv sein wird.

Bau-Normen, wie zum Beispiel Normen für Türen und Fenster sind die Grundvoraussetzung für CE Kennzeichnung. Einerseits sind große Gesellschaften und Testlabore stark für gleiche Voraussetzungen in der Besteuerung. Andererseits brauchen KMU erschwingliche und einfache Verfahren um Produkte, die nicht zur Serienfertigung gehören, CE gekennzeichnet zu bekommen. Wenn Einzelanfertigungen von Fenstern genauso getestet würden wie Serienfertigungen, würde ein kleines Fenster mehr als 5000 € kosten.

Außentüren und Außenfenster

Die Norm prEN 14351-1 (Außentüren und Außenfenster) war ein Schlüsselthema für kleine und mittelgroße Hersteller von Türen und Fenstern, was die CE-Kennzeichnung für maßgefertigte Produkte betraf. Dieses Thema, in Verbindung mit der Unklarheit der Bauproduktenrichtlinie, Artikel 13.5, veranlasste NORMAPME, um eine Erklärung von Seiten der Europäischen Kommission zu bitten. Folglich erließ die Europäische Kommission den Leitfaden M über Konformität innerhalb des Rahmens der Bauproduktenrichtlinie. Der Leitfaden M ermöglicht es, dass auch eine Nicht-Serienproduktion die CE-Kennzeichnung erhält, und dies ohne übermäßige Tests und übertriebenen Verwaltungsaufwand. Trotzdem wurde diese Norm Ende 2005 einstimmig angenommen, jedoch unter der Bedingung umgehend überprüft zu werden. Die Mitglieder von NORMAPME sind extrem besorgt über die Folgen dieser Norm, wenn deren Anwendung ab dem 1. Februar 2009 obligatorisch sein wird. Diese Bedenken haben sich bei der Präsentation der Ergebnisse der oben genannten Studie, welche von der Europäischen Kommission in Auftrag gegeben wurde, über die Auswirkungen auf die Bauproduktenrichtlinie leider bestätigt und auch vergrößert, Obwohl die Studie keine bestimmten Zahlen nennt, wird festgestellt, dass KMU, die Türen und Fenster herstellen, den Markt verlassen werden müssen.

Hoffentlich wird die überarbeitete Version der Norm, in dem die Bestimmungen des Leitfadens M enthalten sein werden, vor Februar 2009 in Kraft treten. Daher werden die Kosten für die CE-Kennzeichnung für KMU geringer sein.

Industrielle, kommerzielle Türen und (Garagen-)Tore

Gemäß den Anforderungen des Vertrages mit der Europäischen Kommission, muss NORMAPME E-Learning-Hilfsmittel zur Verfügung stellen, um den Entwicklern der Normen zu helfen, die Sorgen der KMU zu verstehen. Daher wurde beschlossen, einen Film über praktische Erfahrungen zu erstellen. NORMAPME bat ihre Mitglieder, Details über KMU zur Verfügung zu stellen, welche sich den Schwierigkeiten bei der Umsetzung einer Norm stellen müssen. Es stellte sich heraus, dass EN13241-1:2003 (Industrielle, kommerzielle Türen und (Garagen-)Tore – Produktnorm – Teil 1: Produkte ohne Feuerfestigkeit oder Rauch-Kontroll-Eigenschaften) besonders problematisch ist. Der Film zeigte große Schwierigkeiten, denen sich kleine Unternehmen bei der Bewältigung von EN13241-1 stellen müssen, nämlich:

  • Komplexität: Normen-Cluster mit 19 verbundenen Normen;
  • Geschätzte Mehrkosten bis zu 20 000 Euro;
  • Die Hersteller der Komponenten sind nicht bereit, die Anforderungen zu erfüllen,
  • KMU sind schlecht informiert.

Daher entschied NORMAPME, dass der Experte aus TC33 auch in der Arbeitsgruppe 5, welche sich mit Themen über Tore auseinandersetzt, teilnimmt. Unsere Expertin Frau Agnes Thibault bat um eine dringende Vereinfachung und Revision von EN 13241, welche den Leitfaden M berücksichtigt. Diese Position wurde akzeptiert, und eine entsprechende Entscheidung wurde bei der Plenarsitzung von CEN TC 33, welche am 26. und 27. April 2007 in Bukarest stattfand, angenommen.

OBEN

CEN TC 127
BRANDSCHUTZ IN GEBÄUDEN

Zurzeit verlagern sich die Brandschutzregelungen von nationalem auf europäisches Niveau. Bis zum Jahr 2010 sollten alle Normen auf europäischem Niveau für Holzbau vervollständigt sein. Alle nationalen Gesetzesentwürfe müssen bis 2010 zurückgezogen werden. Sie werden von einheitlichen europäischen Normenentwürfen (Eurocodes) ersetzt. Diese Normungsarbeit muss in enger Zusammenarbeit mit den KMU stattfinden, um die Bedürfnisse der Industrie zu berücksichtigen, und besonders die Bedürfnisse des KMU Bereiches. Dieser Arbeitsprozess ist ein Vorteil sowohl für Unternehmen als auch strukturelle Ingenieure.

   

CEN TC 127 ist für alle von Interesse, da e seines der horizontalen TCs in allen Baubereichen ist. Das TC hat mit Beiträgen von NORMAPME in den letzten Jahren im Bereich Normen über Testmethoden für Gebäudekonstruktionen, welche dem Feuer ausgesetzt sind, eine sehr erfolgreiche Arbeit verrichtet.

Dr Mandy Peters, NORMAPME Expertin in CEN TC 127 hat hauptsächlich WG4 (Reaktion auf Feuer (Konzentration auf die Feuerfestigkeit von Konstruktionen) und 7 (Klassifikation (konzentriert auf das Brandverhalten von Gebäudematerialien)) beobachtet, da dies die bedeutendsten Gruppen für KMU sind.

In der Brandnormung basiert der Hauptgesichtspunkt auf der Reproduktivität von Testergebnissen. Wir versuchen, den Nutzen von existierenden Tests auszuweiten, und wollen keine neuen erfinden. Diese Lösung ist nicht nur günstiger, sondern auch grundlegend für schnellere Einführung einer vergleichbaren Brandklassifizierung in allen europäischen Ländern.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Herrn Maciej Grzeszczyk m.grzeszczyk@normapme.com

OBEN

CEN TC 128
DACHDECKERPRODUKTE FÜR UNTERBROCHENE VERLEGUNG UND PRODUKTE FÜR WANDVERKLEIDUNG

Unser Experte in CEN TC 254, Herr Detlef Stauch, arbeitet auch in CEN TC 128. Laut ihm vervollständigt diese Teilnahme seine Tätigkeit in CEN TC 254. Eine große Anzahl harmonisierter Normen wurden bereits entworfen oder werden gerade erstellt. Die KMU brauchen diese harmonisierten Normen. CEN TC 128 arbeitet in 11 Unterausschüssen.

Während einer der CEN TC 128 Plenarsitzungen wollte man zum Arbeitsprogramm zwei neue Themen hinzufügen, die sich mit lichtdurchlässigen einzelnen soliden flachen Polycarbonatfolien und lichtdurchlässigen flachen mehrschichtigen Polycarbonatfolien beschäftigen. Diese beiden neuen Normen für Produkte sind hilfreich, um die Produkte an die Nutzung anzupassen.

In Bezug auf den Mangel an Leitung über die Einrichtung und Festsetzung in Übereinstimmung mit EN 13823 und in Anbetracht dessen, dass diese Situation immense Schwierigkeiten für die betroffenen Hersteller verursacht, musste die Produktnorm (EN 490: 2004) die Koexistenzperiode verlängern lassen. NORMAPME unterstützte den Antrag für die Erweiterung der Koexistenzperiode von EN 490:2004 und EN 14509 um 9 Monate.

Zusätzlich möchte TC 351 die Antworten auf den Fragebogen über gefährliche Substanzen vereinfachen und organisieren. Unterkomitees wurden gebeten, den Informaionsbedarf zu betrachten und eine Antwort zu formulieren, und so der Arbeitsgruppe zu ermöglichen, eine konsolidierte Antwort zu entwickeln.

OBEN

CEN TC 156 – BELÜFTUNG FÜR GEBÄUDE
&
CEN TC 228 – HEIZUNGSSYSTEME IN GEBÄUDEN

Laut den Rechnungen der Kommission, steht der Bausektor für 40% der EU-Energieanforderungen. Deshalb gibt es ein hohes Potential an Energieersparnis durch die Ausarbeitung anspruchsvoller Normen für neue und renovierten Gebäuden. Die Richtlinie über die Energieeffizienz von Gebäuden (EPBD) ist seit Januar 2003 in Kraft und hat enorme Auswirkungen auf die nationale Gesetzgebung in den Mitgliedsstaaten im Hinblick auf die Wartung der Einrichtungen und der Energieeffizienz von öffentlichen, gewerblichen und privaten Gebäuden.

Innerhalb der Übergangszeit von 3-6 Jahren, in Abhängigkeit des Artikels, sollten alle Mitgliedsstaaten eigene Baugesetze etabliert haben, die Verbesserungen in der Energieeffizienz erfordern, sowie die Wartung von Boilern, Heizungssystemen und Wechselstromsystemen. In den meisten Mitgliedsstaaten werden diese Dienstleistungen hauptsächlich von KMU ausgeführt. Der Gesamtumsatz solcher Unternehmen (mit einem Durchschnitt von 5 Arbeitnehmern) beträgt in der EU ungefähr 200 Milliarden Euro.

CEN hat einige Normen entworfen, um den Mitgliedsstaaten bei der Durchführung der Richtlinie zu helfen. Das Hauptziel unseres Experten, Herrn Jaap Hogeling, ist es, die Koordination zwischen den verschiedenen Normen zu versichern, welche in TC 156 und TC 228 entworfen wurden. Eine der wichtigsten Normen für die KMU sind die “Kriterien für die Innenausstattung inklusive thermale, Innenbelüftungsqualität (Ventilation) Licht und Geräusche“.

Diese europäische Norm bestimmt die Parameter der Auswirkungen und/oder Kriterien für die Innenausstattung und wie sie genutzt werden, um das Ziel der EPBD zu erreichen. Die Norm legt fest, wie die Parameter für Innenausstattung für das Design des Gebäudesystems und Energieberechnungen zu bestimmen sind. Die Norm bestimmt auch Methoden für Langzeitbewertung der erzielten Innenausstattung als ein Ergebnis von Berechnungen und Messungen.

Genauer gesagt, liegen die Interessen der europäischen KMU in folgenden Bereichen:

  • Das Kalkulationssystem muss einfach und für kleinere Unternehmer anwendbar sein;
  • Die Wartungsnormen sollten Erhaltungsmaßnahmen erfordern (Dies ist nicht von der Richtlinie / Mandat abgedeckt, erscheint jedoch logisch);
  • Normen sollten keine Trennung zwischen Installateuren, Kontrolleuren und Zertifizierern erfordern, solange diese Leistungen von ordnungsgemäß qualifizierten Betrieben durchgeführt wird, die in unabhängiger Art und Weise arbeiten.
  • Entwicklung von unterstützenden Dokumenten und Bildungseinheiten für KMU in den EU-Mitgliedsstaaten in Bezug auf Durchführung der EPBD auf Basis der EN Normen;

Unser Experte hat bereits Ausbildungsmaterialien hergestellt, welches genutzt wird, um die KMU in dieser Branche auf zukünftige neue Kalkulationssysteme vorzubereiten.

Momentan gibt es eine Diskussion über das Interesse von ISO TC 163 und 205, die CEN Arbeitseinheiten über die EPBD Normen zu übernehmen. Diese Verlagerung des Normungsgremiums könnte den KMU, welche HVAC Systeme herstellen und Komponenten sowie spezialisierte Gebäudeprodukte, von Nutzen sein.

Außerdem befindet sich ein Normenentwurf prEN15603 in der Entwicklung. Es ist ein Dachdokument, welches einen Satz verschiedener Normen und darin enthaltene Definitionen harmonisiert. Harmonisierungssymbole und Definitionen sind von großer Wichtigkeit für KMU, da sie das Energiesparzertifikat anfertigen oder bei der Verbesserung von Energiesparmaßnahmen involviert sind.

OBEN

CEN TC 175
RUND- UND SCHNITTHOLZ

Allein 15% der gesamten Bauindustrie in Europa sind Holzbau KMU. Durch die Mitgliedschaft von EVH (Europäische Vereinigung des Holzbaus) und EBC (Europäische Bauvereinigung) vertritt NORMAPME einige Unternehmen in dieser Branche. TC 175 deckt hauptsächlich den Bereich Schreinerei ab, welcher für 280.000 KMU in Europa steht.

   

Der NORMAPME Experte Herr Ralf Spiekers vertritt den deutschen Verband für Holz und Synthetische Materialien und verfolgt die Entwicklung der Normen sowohl in CEN als auch in DIN. Seine Arbeit konzentriert sich auf CEN/TC 175/WG3/TG7 , welches sich mit Normung von Holztreppen beschäftigt, und sein Haupziel ist es, den KMU Herstellern von traditionellen Holztreppen eine leichte CE-Kennzeichnung zu versichern.

TC 175 hat seine Arbeit auf eine nicht harmonisierte freiwillige Norm für traditionelle Holztreppen konzentriert. Im Moment ist für die Norm nicht vorgesehen, dass sie die Anlage ZA enthalten soll, und deshalb wird es nicht möglich sein, für die Treppe auf Basis dieser Norm eine CE-Kennzeichnung zu erhalten. Da dieses Konzept sehr kontrovers war, versucht NORMAPME ständig die Teilnehmer aus verschieden Ländern über die Entwicklung dieser Arbeit zu informieren.

Die Hauptkontroverse kommt von dem Druck einiger Parteien, eine Möglichkeit der CE-Kennzeichnung für traditionell entworfene Treppen aus solidem Holz zu erhalten. Diese Parteien argumentieren, dass die Handwerksproduktion benachteiligt ist, weil die industriellen und Designtreppen die CE-Kennzeichnung auf Basis der EOTA Richtlinien bekommen. Es wurde argumentiert, dass die Marktnachfrage nach CE-Kennzeichnung steigen würde, d.h. die Konsumenten werden einen Konformitätsbeweis mit Sicherheitsanforderungen sehen wollen. Andererseits zeigten die meisten der interessierten Parteien Widerstand, eine neue Norm für einzeln angefertigte Holztreppen zu verfassen, da es in ihren Augen nur zusätzliche Einschränkungen verursachen und die Kosten erhöhen würde, welche dann auf die Kunden umgewälzt werden müssten. Die traditionellen Zimmerleute würden sehr wahrscheinlich von einem Markt ohne gute technische Begründung ausgeschlossen. Heutzutage fordert der Leitfaden M der Europäischen Kommission, dass Einzelaufträge von der CE-Kennzeichnung ausgeschlossen sind, was die Argumente der CE-Gegener bekräftigt.

Nebenbei arbeitet CEN an einer Reihe anderer Normen, welche Massivholztreppen abdecken werden. Wir haben deren Entwicklung mitverfolgt, jedoch haben wir soweit noch keine erheblichen Probleme entdeckt, welche sich für KMU aus dieser Normungsaktivität ergeben könnten.

OBEN

CEN TC 217
FLÄCHEN FÜR SPORTGELÄNDE

   

Alte Reifen werden zermahlen und ein Gro ßteil von ihnen wird durch eine Einarbeitung von gemahlenen Gummiabfällen in Sportoberflächen recycled. Es gibt einen wachsenden Druck der gro ßen Plastik- und Gummilieferanten, dieses Recyclingmaterial durch Neugummi zu ersetzen, was ein Rückschritt ist, wenn man eigentlich die Nutzung von recycleten Materialien fördern möchte.

Die Priorität von TC 217 ist die Normung einer Serie von Testmethoden, um die gewünschten Anwesen festzulegen, welche wichtig für die Lesitung von Sportoberflächen sind, und zum Schutz für diejenigen, die Sport darauf treiben. Die laufenden Diskussionen konzentrieren sich hauptsächlich auf Tests, bezüglich Auswaschung, VOC’s und Staub. Au ßerdem beabsichtigt die Arbeitsgruppe WG 6 – Kunstrasen, Elemente über Umweltverträglichkeit in die CEN Normen mit einzubauen, welche momentan geschaffen werden, und auch für zukünftige Normen.

Unser Experte Herr Frank Kempeneers ist in WG TG1 “Umweltaspekte” aktiv, welche sich mit einer Norm über Auswaschungstests für Kunstrasensysteme. Es gibt verschiedene nationale Normen in diesem Bereich und die Aufnahme bestimmter Tests im endgültigen Dokument, und die Definition der Überwachungsfrequenz für jede involvierte Abteilung, können die KMU in dieser Branche stark betreffen. Ziel ist es, eine Norm zu gewinnen, welche wenn möglich der nationalen Gesetzgebung entspricht, und die Folge von Proben und Tests auf die Grenzen von wissenschaftlich akzeptablen Schemen zu minimieren, um die EN-Norm erschwinglich zu halten. Aufgrund der Reihe kostspieliger Tests für betroffene Umwelt- und Gesundheitsprobleme, gibt es ein potentielles Risiko bedeutender Kosten für KMU.

Während der Sitzung des TG1 wurden verschiedene Tests von den nationalen Delegationen gutgehei ßen. Unser von NORMAPME unterstützter Experte präsentierte eine Stellungnahme bezüglich einer holländischen Forschung über Gesundheits- und Umweltaspekte von Gummifüllung aus recycleten Reifen. Das Dokument lie ß daraus schlie ßen, dass die Auswaschung aller im Building Materials Decree gelisteter Komponenten die Umweltgrenzwerte nicht überschreiten würden, mit Ausnahme von Zink. Momentan stehen jedoch keine Tests oder Forschungen zur Verfügung, welche die Auswirkung von Alter und Verwitterung enthalten würden, und deshalb könnte es sein, dass die vorhandenen Tests die Realität momentan nicht wiederspiegeln. Deshalb beschlossen die Schweiz, Frankreich und die Niederlande, Lysimetertests durchzuführen, um die Auswaschung von Zink auf eine verständlichere Art und Weise zu überprüfen. Die Endergebnisse der Tests müssen noch untersucht werden.

usätzlich zu dieser Aktivität folgen wir auch den Dokumenten, welche in CEN PC 366 – Reifenrecycling verteilt werden, welches sich mit der Normung der im Reifenrecyclingzyklus produzierten Materialien, und gleichzeitig mit ihrer Nutzung in bestimmten Endverbraucherbereichen (Anwendung) beschäftigt. Glücklicher Weise gibt es in Verbindung mit diesem Projektausschuss für uns keine grö ß eren Bedenken.

OBEN

CEN 234
GASVERSORGUNG

Der Rahmen dieses TC deckt eine breite Palette von Aspekten ab, inklusive Gasinstallationen, Versorgungssysteme, Drucktests, Gasregulierung, Gaskompression und industrielle Leitungssysteme.

Große Unternehmen, die oft auf nationaler Ebene tätig sind, dominieren in Europa den Markt der Gasversorgung. Die KMU sind jedoch traditionell sehr aktiv auf dem Markt der inländischen Gasinstallationen. In Europa gibt es eine begrenzte Anzahl an kleinen und mittleren Unternehmen, die im Bereich Gasinstallationen für heimischen Gebrauch tätig sind, während kleine- und Mikrounternehmen über 70% des Marktanteils einnehmen.

Deshalb befürchten die KMU, welche im Bereich heimische Gasinstallationen tätig sind, aufgrund dieser besonderen Marktstruktur, dass große Gasversorgungsunternehmen von technischen und administrativen Einschränkungen, die durch die europäischen Normen auferlegt werden, profitieren werden, um beträchtliche Anteile auf diesem Markt zu gewinnen.

Im Licht dieser Betrachtungen ernannte NORMAPME im Frühling 2006 Herrn Pem Kubbe zum Experten in TC 234. Herr Kubbe, ernannt von UNETO VNI, dem niederländischen Verband der Gasinstallateure, hat langjährige Erfahrung in der Gasversorgung und leitet seinen eigenen kleinen Betrieb in dieser Branche.

Der NORMAPME Experte überwacht WG1, welche sich mit Gasinstallationen beschäftigt, da dies der Bereich für KMU ist, welcher am relevantesten ist. Herr Kubbe betonte, dass laut prEN 1775 der maximale Betriebsdruck in Gebäuden auf 5 bar festgelegt ist, während der normale Druck in Gebäuden normalerweise niedriger als 100 mbar ist. Solche Bedingungen könnten den kleinen Unternehmen schaden, welche nicht die richtige Ausrüstung besitzen, um diese Gasinstallationen durchzuführen. Die TC Mitglieder jedoch versicherten Herrn Kubbe, dass diese Bedingung nur aufgrund besonderer Situationen bestimmter Länder besteht, nämlich Frankreich und das Vereinigte Königreich, wo die Versorgungssysteme teilweise innerhalb der Gebäude angebracht sind (auf Verantwortung der Gasversorgungsgesellschaft).

Außerdem liegt WG2 – auch in unserem Interesse. Diese Arbeitsgruppe wird sich mit dem Thema „Schnelle Ausbreitung von Rissen“ von PE Systemen befassen. Dieser Verantwortungsfaktor könnte Auswirkungen auf viele kleine Unternehmen haben.

Des Weiteren ist WG8 für industrielle Leitungssysteme verantwortlich, und wird von unserem Experten verfolgt, da es sich um die Harmonisierung des Gebrauchs von Materialien und deren Definitionen handelt. Diese Punkte behandeln WG1 und WG2 gemeinsam.

Unser Experte ist auch in WG IGI über Richtlinien für industrielle Gasinstallationen aktiv.

Außerdem ist Herr Kubbe auch Mitglied von einer Marcogaz / GCI – UICP Joint-Gruppe, welche die Meinung der Industrie in der Gasbranche fördert. Kürzlich erkannte die Gruppe ein Dokument an, welches sich “Empfehlung über Sicherheit Heimischer Gasinstallationen” nannte, und welches den Installateuren Leitlinien zur Verfügung stellt, wie sie Ihre grenzüberschreitenden Aktivitäten meistern können. Diese Empfehlungen wurden auch TC 234 vorgestellt.

Die Frage wird im TC diskutiert, ob es nützlich wäre, eine Arbeitsgruppe für heimische Gasinstallationen zu gründen. 

Wie von TC 234 bestätigt wurde, ist NORMAPME die erste Vertreterorganisation für KMU, die an dieser Normungsarbeit teilnimmt. In Anbetracht dieser Situation kann man die Tatsache, dass seit 2006 ein NORMAPME Experte an den Aktivitäten verschiedener WGs beteiligt ist und versucht, durch seine Teilnahme an der Marcogaz / GCI-UICP Industriegruppe einen Größeren Einfluss auszuüben, als positiv beurteilen. Auf dem nationalen Niveau der Mitgliedsstaaten gibt es jedoch noch immer ein Bedürfnis nach wachsender Erkenntnis über Normung unter KMU und deren Organisationen, und folglich bleibt die Position von NORMAPME in den TCs isoliert.

Die Revision der Trinkwasserrichtlinie wird wichtige Konsquenzen für die Industrie und die Bedürfnisse für die Überwachung haben.

OBEN

CEN TC 254
FLEXIBLE FOLIEN FÜR ABDICHTUNG

Flexible Platten der Abdichtungsnormen betreffen Dachdecker und Hersteller. Die KMU vertreten die Verbraucher und Hersteller dieser Produkte. Es wird geschätzt, dass die weltweite Nachfrage nach Dachdeckermaterialien um 2,7 Prozent pro Jahr und bis Ende 2008 bis auf fast sieben Milliarden Quadratmeter, mit einem Wert von fast 48 Milliarden US-Dollar steigen wird.

Die Bitumenmembranen, welche mehr als 70% am europäischen Markt für Flachdächer einnehmen, bedecken schätzungsweise jährlich über 200 Millionen Quadratmeter an Dachfläche. Sie werden von Arbeitskräften angebracht, die sich aus über 40 000 ausgebildeten Anwendern zusammensetzen. In Anbetracht der Wichtigkeit dieser Normen und der Anzahl an KMU in diesem Bereich, wurde IFD, einer der repräsentativsten internationalen branchenspezifischen KMU Verbände, der in 15 europäischen Ländern aktiv ist, ein Mitglied von NORMAPME, um effektiver an der europäischen und internationalen Normung zu arbeiten.

Ursprünglich waren sowohl die Anforderungen als auch die Tests im Hinblick auf die Produkte und Anwendung in allen europäischen Ländern verschieden. Die Bitumen und Plastikplatten werden zur Abdichtung benutzt, jedoch wird die Abdichtung in einigen Ländern verschieden vorgenommen. Nicht nur die Produkte sind unterschiedlich, sondern es unterscheiden sich auch die Methoden des „Verlegens“. Es ist jedoch notwendig, Verantwortung für die Endleistung zu versichern. Alle Änderungen werden sich auf die Ergebnisse auswirken, und mit diesen Ergebnissen kann man auch den Markt beeinflussen. CEN TC 254, dessen Arbeit von unserem Experten, Herrn Detlef Stauch verfolgt wird, entschloss sich, Testmethoden zu entwickeln, die relevant für alle Abdichtungsplatten und andere anwendungsbezogenen Anforderungen sind. Das Komitee beabsichtigte, die etablierten Produkte des EU-Marktes nicht auszuschließen.

Es gibt jedoch noch immer einige Probleme, die aus den Entscheidungen der Kommission enstehen, hauptsächlich im Hinblick auf Brandfragen, wie auch Gesundheits- und Sicherheitsregelungen. Alle diese Probleme sollten während der nächsten Revision der Normen gelöst werden, und als ein Ergebnis, sollten die entworfenen Produktnormen nicht länger verzögert werden.

Im April 2006 wurden die Mitgliedsstaaten darüber informiert, dass ein Mandat an EOTA vergeben wurde, über die Arbeit an umgekehrten Dachbausätzen, trotz einem Risiko nutzloser Kosten für Hersteller von Wärmedämmung und Einwendungen der Verbraucher bezüglich der Vorstellung eine EOTA Richtlinie (ETAG) über seitenverkehrte Dachbaukästen (da beide Produkte des so genannten Kit bereits ein Thema bei der CE-Kennzeichnung sind und es momentan keinen Hersteller dieser Kits gibt). Die ETAG hätte bereits im Dezember 2006 zugänglich sein sollen, doch es geschah nichts. NORMAPME wird die Annahme dieser ETAG auf Niveau der Europäischen Kommission und der SCC verweigern, da die ETAG über seitenverkehrte Dachbaukästen durch doppelte Tests (die Komponenten des Kits werden bereits getestet) nicht dem Interesse der KMU entspricht.

Bei den letzten Seminaren besprach TC 254 die Verbesserungen von EN 13707, z.B. die Produktnorm “Flexible Platten für Abdichtung – Verstärkte Bitumenplatten für Abdichtung – Definitionen und Eigenschaften”. Einige der bestimmten Themen müssen in den kommenden Revisionen der Normen, welche in vielen Fällen vor mehr als 5 Jahren veröffentlicht wurden, in Betracht gezogen werden. Die meisten der Produktnormen sind erhältlich und wurden im Europäischen Journal veröffentlicht. Die relevanten Normen der Testmethoden müssen auch überprüft werden. Die Anforderungen für “externe Brandeffizienz“ ist noch immer sehr gefährlich, besonders aufgrund der verschiedenen Verständigungen in jedem Mitgliedsstaat. In einigen Ländern mussten alle Tests, die für spezielle Produkte erhältlich waren, nochmals durchgeführt werden, und dies ist weder akzeptabel, noch notwendig, und dazu sehr kostspielig.

OBEN

CEN TC 350
NACHHALTIGKEIT VON BAUARBEITEN

Ökologische Maßnahmen stehen oben auf der politischen Tagesordnung und bis jetzt waren die KMU weniger involviert, da es viele Ausnahmen gab. Wenn man den Verbrauch der konsumierbaren Energieressourcen und die Abfallfragen betrachtet, scheint es offensichtlich, dass industrialisierte Gesellschaften Lösungen finden werden müssen, um Energie zu sparen, um um Produkte zu recyceln. Das Baugewerbe erscheint als eine Branche wo viele ökologische Verbesserungen erzielt werden können. Außerdem wird dies aufgrund der Struktur der Branche hauptsächlich KMU betreffen.

Dieses Komitee, welches kürzlich geschaffen wurde, wird eine Reihe Normen und technische Dokumente entwerfen, die das Mandat M 350 über die integrierte ökologische Leistung von Gebäuden unterstützen. NORMAPME bestimmte die Interessen von vielen Mitgliedern, die betroffen sein könnten, während dem Entwurf dieses Normensets. Um CEN TC 350 zu folgen, wurde Herr Frank Koos zum NORMAPME Experten ernannt.

Dieses TC setzt sich zusammen aus 3 Arbeitsgruppen, CEN TC 350 WG 1 Ökologische Leistung von Gebäuden, CEN TC 350 WG 2 Gebäude-Lebenszyklus Beschreibungen und CEN TC 350 WG 3 Produktniveau. Die relevantesten Aktivitäten für KMU fanden im Rahmen von CEN TC 350 WG 3 statt. Es bezog sich auf die Umweltprodukterklärung (EPD). Der Entwurf für WI 00350004 “Umweltprodukterklärungen – Regeln für Produktkategorien” basiert auf ISO FDIS 21930 und erfordert “Haftung und Verantwortung für die EPD” völlig vom Hersteller bis zu “jedem Teil des Lebenszykluses”. Die EPD kann „alle Lebenszyklusstufen” beinhalten “solche wie Produktion, Installation in einem Gebäude, Gebrauch und Erhaltung, Austausch, Abriss, Recycling und Entsorgung“ („Von der Wiege bis zur Bahre“). Für die Stufen, auf denen der Hersteller keinen wirklichen Einfluss hat, sollte seine Erklärung auf möglichen Anwendungsbereichen basieren. Der NORMAPME Experte schätzt nach der Bewertung des Dokumentenentwurfes, dass Anforderungen für einen Hersteller zu einer endlosen und teuren Papierarbeit führen können. Er zweifelt daran, dass KMU im Stande sein werden, ohne zusätzliche Beratung den Anforderungen gerecht zu werden. Man muss mit zusätzlichen Kosten für die Hersteller rechnen. Die „Haftung und Verantwortung für die EPD“ wird die KMU sicherlich überlasten, und die wahren Konsequenzen sind momentan noch nicht abschätzbar.

NORMAPME schickte zusammen mit anderen KMU Verbänden eine Stellungnahme an die CEN TC 350 Mitglieder & Beamten und an die Europäische Kommission, welches ein hilfsmittel vorstellte, das den KMU helfen könnte, den EPD Anforderungen gerecht zu werden. Die Europäische Kommission antwortete auf eine Art und Weise, die uns das Gefühl gibt, dass sie die Situation versteht und angemessene Maßnahmen ergreifen möchte.

CEN TC 350 stimmte einer Verbindung mit CEN TC 351 “Bauprodukte: Bewertung der Freisetzung von gefährlichen Substanzen” zu. Deshalb wird die gleiche Verbindung innerhalb NORMAPME organisiert werden, da NORMAPME Experten in beiden Komitees europäische KMU vertreten. Außerdem gibt es zahlreiche hoch qualifizierte Experten in beiden NORMAPME Spiegelkomitees.

OBEN

CEN TC 351
BAUPRODUKTE – BEWERTUNG DER FREISETZUNG VON GEFÄHRLICHEN SUBSTANZEN

Das Komitee 351 strebt die Entwicklung der Testmethoden für das Freisetzungsszenario von gefährlichen Substanzen von Bauprodukten an. Herr Norbert Buddendick des Deutschen Holzwirtschaftsrats wurde zum NORMAPME Experten für diesen technischen Ausschuss ernannt.

Die Mitglieder von NORMAPME haben zu diesem Thema ihr Interesse gezeigt, da die Normungsarbeit den beabsichtigten Nutzen eines Produktes betrifft. Die Ergebnisse werden nicht die Inhalte der Substanzen im Produkt selbst betreffen, jedoch das Freisetzungsszenario der Produkte z.B. während auf Baustellen mit ihnen gearbeitet wird.

Momentan haben eine gewisse Anzahl an Mitgliedsstaaten (MS) ihre eigenen Regelungen über gefährliche Substanzen. Diese Situation zeigt sich bei vielen Testmethoden, und folglich in einem Kostenanstieg für die Industrie seit gegenseitige Akzeptanz der Testmethoden wegen der Unterschiede nicht mehr möglich ist.

Zusätzlich sind die KMU von Gesundheits- und Umweltregelungen betroffen, da sie weder die Kapazität besitzen, die Produkte, die Produktionsmethode oder die Rohmaterialien zu verändern, noch zu beweisen, ob ihre Produkte für die Nutzung geeignet sind. In diesem Zusammenhang hoffen die KMU, dass ein Konzept wie WT (ohne Tests) oder WFT (ohne weitere Tests) ein hilfreiches Mittel sein wird.

Als Ergebnis der Arbeit in TC 351 wurde eine Liste von anzusprechenden Substanzen entwickelt. NORMAPME hat sie an die Mitglieder verschickt. Auf diesem Wege konnten die NORMAPME Mitglieder überprüfen, ob ihre Produkte, die einige chemische Substanzen freisetzten, Thema der neuen Testmethoden wären, und wenn Bedarf bestand, an der Arbeit teilnehmen.

Des Weiteren wurde eine Studie durchgeführt, um Informationen über Handelsschranken zur Verfügung zu stellen. Jegliche Schwierigkeiten eines Produzenten, der seine Bauprodukte wegen unterschiedlichen Regelungen im Hinblick auf Umweltaspekte des Produktes in einen anderen Mitgliedsstaat liefert, sollten als Handelsschranke betrachtet werden. Andererseits wurden von Seiten einiger Ausschussmitglieder die Meinung laut, dass es nicht nur die Regelungen der Mitgliedsstaaten, sondern genauso auch diejenigen auf EU-Ebene sind. Der NORMAPME Experte unterstützte diese Ansicht. Es werden momentan solche Schranken gesammelt. Auf Basis der Expertenberichte bereitete NORMAPME ein Rundschreiben mit einer Liste an Beispielen vor, und bat die Mitglieder die Schranken zu nennen, mit denen sie bereits in Berührung gekommen waren.

Die Arbeitsgruppen in TC 351 machten ebenfalls Fortschritte was das Thema WT und WFT angeht. Beide: Das CEN Komitee und EDGS machten bereits einen Entwurf über ihre Meinungen zu diesem Thema. Die Meinung des CEN Komitees, welche sich mit beiden Entwürfen befasste, besagt, dass das FT Verfahren (Weitere Tests) zu negativ beschreiben wurde. Es sollte möglich sein, bestimmte Messungen oder Bewertungen auch beim FT Verfahren zu reduzieren. NORMAPME freut sich über solch eine Meinung und hofft, dass die Testverfahren vereinfacht werden.

OBEN

EOTA
WG 1 – METALLANKER FÜR DEN GEBRAUCH IN BETON
WG 2 – METALLANKER FÜR ÜBERFLÜSSIGEN GEBRAUCH IN BETON
WG 3 – PLASTIKAKER FÜR DEN GEBRAUCH IN BETON UND MAUERWERK

EOTA hat eine spezielle Position, um Leitlinien auszugeben, welche offiziell keine Normen sind, aber welche als bindende Gesetze obligatorisch sind, wenn jemand die CE-Kennzeichnung für Anker, und somit Zugang zum Markt haben möchte. Bauanker repräsentieren 2/3 der EOTA Arbeit über ETAGs (Europäische Technische Anerkennungsrichtlinien) und deshalb ist die Teilnahme von NORMAPME in diesem Bereich sehr wichtig. Die Richtlinien, welche von den EOTA Arbeitsgruppen entworfen wurden, decken alle Arten von Bauankern ab: Plastik, gebunden und Metall.

   

Das ETAG Konzept in dieser Produktreihe war ein langwieriges Problem für KMU Herstellunternehmen, wegen des CE-Kennzeichnungsschemas, welches zu lange und teure Labortests erforderte. ETAG 001 und die folgenden Richtlinien wurden ohne die Teilnahme von KMU geschaffen, und gegen deren Bedenken. NORMAPME organisierte eine Kampagne, um diese ETAG zu ändern. Obwohl die Richtlinie als ein Ergebnis unserer Interventionen verbessert wurde, verlangten wir von EOTA, die Richtlinien weiter zu ändern, durch deren Vereinfachung und einer besseren Berücksichtigung der Interessen der KMU.

In Zusammenarbeit mit dem Europäischen Konsortium von Ankerherstellern und Politecnico di Milano arbeiteten wir eine vereinfachte Version von ETAG 020 über Plastikanker aus. Die Form des Dokumentes erhielt positive Meinungen innerhalb der EOTA Arbeitsgruppe, aber die Arbeit wurde stillgelegt auf der Ebene des Technischen Rates. Wir versuchen immer noch, dass die vereinfachte Form der Richtlinie vom EOTA TB angenommen wird, und fördern sie als eine allgemeine Vorlage von ETAG für andere Produkte als Bauanker.

Unsere neue Sorge ist der Entwurf des Dokumentes über die “Seismische Präqualifikation” von Ankern, welche in seismischen Bereichen genutzt werden. Das Dokument erfordert, dass die Anker zuerst auf gebrochenen Beton untersucht werden und nur dann für seismischen Gebrauch. Dies bedeutet eine Menge Tests und hohe Kosten ohne mehr Sicherheit der Produkte in seismischen Bereichen zu garantieren. Die Lösungsvorschläge könnten nur einen großen Vorteil für multinationale Unternehmen bieten, die es sich leisten können, die CE Kennzeichnung über gebrochene Optionen für ihre Produkte zu bezahlen, während sehr kleine Hersteller vom Markt ausgeschlossen werden könnten. Es ist entscheidend, ein passendes Forschungsprogramm vorzubereiten, um eine gemeinsame wissenschaftliche Basis für den EOTA Dokumentenerntwurf zu definieren.

CEN TC 213 KASSETTENBETRIEBENE TRAGBARE WERKZEUGE - SICHERHEIT

Obwohl sich dieses TC mit Maschinen beschäftigt, betraf unsere Sorge nicht das Hauptprodukt, sondern dessen Komponenten, zum Beispiel: Kassetten und Nägel. Die Hersteller von Puderbetriebenen Werkzeugen versuchten “Kassettenbetriebene tragbare Werkzeuge – Sicherheitsanforderungen Teil 1: Reparatur- und Anrißwerkzeuge” Sicherheitsanforderungen für ihre Werkzeuge zusammen mit Kassetten und Nägeln in eine Norm zu packen. Diese Situation könnte zu einem „PAT+Nail“ System führen, mit einem Risiko von Handelsschranken auf dem Nagelmarkt (es gibt unabhängige Hersteller von Nägeln für PATs, welche die Werkzeuge nicht produzieren), da große Hersteller von PATs einfach ihre eigenen Anforderungen für die Komponenten stellen könnten, und fordern könnten, dass ihre Produkte nur sicher sind, wenn man ihr Werkzeug benutzt.

Nach einigen Sitzungen und Diskussionen scheint es, dass die Arbeitsgruppe einen Kompromiss erreichen könnte, sowie einige technische Regelungen für die Nägel würden in die Norm mit aufgenommen werden. Dies würde einen Referenzpunkt für Hersteller der Nägel zur Verfügung stellen, welche beweisen möchten, dass ihre Produkte auch sicher im Gebrauch sind.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Herrn Maciej Grzeszczyk m.grzeszczyk@normapme.com

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